Der Kompost wird als das „Gold des Gärtners“ bezeichnet und spart teuren Dünger und die Küchenrester und Abfälle aus dem Garten sorgen für immer neuen Nachschub an humusreicher Erde. Für die Kompostierung gibt es verschiedene System. Es gibt den klassischen Komposter aus Holzlatten, der leider nach ein paar Jahren einige neue Bretter benötigt oder der Kompostierung geopfert wird. Bewährt haben sich Komposter aus einem Metallgitter was einfach zusammengesteckt wird und eine Größe von einem Kubikmeter Volumen hat. Thermokomposter aus Kunststoff haben in etwa die gleiche Größe. Aufgrund der höheren Wärmeentwicklung ist der Kompost schneller reif und kann früher zum Einsatz kommen. Der Standort ist für einen Komposter relativ wichtig. Er sollte weder in der prallen Sonne noch im Schatten stehen. Ein Standort im Halbschatten ist hier der richtige Mittelweg, um Austrocknung und Fäulnis zu vermeiden. Ein Komposter sollte im Freien stehen, immer Windgeschütz, aber so, dass er ausreichenden Frischluft bekommt. Halten Sie immer einen ausreichenden Abstand zu Nachbarn, um unnötige Diskussionen zu vermeiden. Auch die Frage, was darf und was darf nicht auf einen Komposter, kann hier kurz und knapp beantwortet werden: Go für: Kaffee und Kaffeetüten, (keine Kunststoffpads), Teebeutel, Stroh und Streu, Eierschalen, Abfälle aus Gemüse und Obst, Rasen, gehäckselte Äste und Sträucher, Laub im Herbst, Baumrinde und Sägemehl. NoGo für: Glas, Kunststoffe, Asche, Metall, keine Essensreste, Katzenstreu, Unkraut. Große Mengen von Sträuchern und Äste sollten auf jeden Fall gehäckselt werden, um zum einen das Volumen zu reduzieren und auch den Zersetzungsprozess zu beschleunigen. Sonst dauert dies mehrere Jahre. Es empfiehlt sich ein Walzenhäcksler, der nicht nur die Teile zerkleinert, sondern auch die Faser aufspaltet. Hierdurch kann die Zersetzung der Pflanzenteile gut vorankommen. Nach ca. 3 – 4 Monate sollte der Kompost umgesetzt / umgeschichtet werden. Mikroorganismen haben in der letzten Zeit gute Arbeit geleistet und die abgestorbenen Pflanzenteile in Nährstoffe umgewandelt. Die Umsetzung erfolgt in einen weiteren oder dem gleichen Behälter. Komposter aus Metall lassen sich leicht demontieren und direkt neben dem Kompost wieder aufstellen. Durch das Umsetzen des Kompost wird dieser durchlüftet und das Volumen reduziert. Nach ca. 3 – 4 weiteren Monaten erreicht der Kompost das Reifestadium und kann im Garten eingesetzt werden. Vor der Ausbringung im Gaten, Treibhaus, Blumenkübel oder Hochbeet sollte der Kompost durchgesiebt werden. Hierzu kann ein Metallgitter des Kompsosters oder ein grobmaschiges Sieg dienen. Stellen Sie das Sieb leicht schräg auf und werfen Sie den Kompost auf das Sieb. Grobe Teile werden so herausgesiebt und der reife Kompost fällt hindurch.

 

Unser Tipp: Im Frühling sollte der Kompost umgesetzt und ausgebracht werden. In dieser Jahreszeit benötigen die Pflanzen eine extra Portion Dünger.