Treibhäuser gibt es eine Vielzahl an Varianten und Ausführungen, teils aus Metall und Glas oder Aluprofile mit Doppelstegplatten. Man kann sein Treibhaus nach Lust und Laune selber bauen oder als Bausatz im Internet oder im Gartencenter kaufen. Bedenken Sie, dass ein Treibhaus das ganze Jahr der Witterung ausgesetzt ist und hier Werkstoffe zum Einsatz kommen sollten, die dieser Belastung standhalten. Je nach Jahreszeit ist ein Treibhaus großer Hitze im Sommer und Kälte im Winter ausgesetzt. Auch die anderen Jahreszeiten bringen die eine oder andere Art von Wetterbesonderheiten mit. So kann es im Herbst zum Sturm mit Hagel kommen, der einen große Schaden anrichten kann.

Eine gute Kombination sind Treibhäuser aus Aluprofilen mit Doppelstegplatten, die sich zu einem leicht montieren lassen und die Doppelstegplatten aus einem hagelfesten Kunststoff bestehen. Bevor es zum Aufbau eines Treibhauses kommt, ist ein geeignetes Fundament als Basis zu erstellen. Dies kann aus Beton gegossen werden, was in Kleingärten nicht so gerne gesehen wird, oder als  Alternative aus Randsteinen mit einer Dicke von ca. 10 cm. Die Breite variiert zwischen 20 cm und 30 cm und die Länge beträgt in der Regel 100 cm. Entscheiden ist, das die Randsteine tief in das Erdreich hochkant eingelassen werden. Somit wird ein guter Halt bei Sturm erreicht und das Treibhaus fest verankert. Die Doppelstegplatten sollten aus einem hagelfesten Kunststoff (Polycarbonat) sein und an der Außenseite eine UV-Beschichtung aufweisen. Einige Hersteller bieten zusätzlich auch einen sogenannten Lotuseffekt für die Außenseite an. Hierdurch perlt das Regenwasser gut ab und der Schmutz haftet nicht an der Oberfläche. Eine besondere Bedeutung hat die Ausrichtung des Treibhauses, hier ist darauf zu achten, dass die schmale Seite immer nach Süden ausgerichtet ist. Dadurch wird im Sommer eine intensivere Sonneneinstrahlung verhindert und ein verbrennen der Pflanzen verhindert. Auch der Eingang sollte so platziert werden, dass er auf der windabgelegenen Seite liegt, um bei Sturm ein aufreißen der Türen zu vermeiden. Fängt sich der Wind im inneren des Treibhauses, kann er es aus der Verankerung reißen und das Treibhaus zerstören.

Für ein ausgewogenes Klima im Treibhaus sorgt ein Aufstellfenster. Dies kann manuell geöffnet und geschlossen werden. Bewährt haben sich automatische Fensteröffner, die sich je nach Temperatur entsprechen anpassen und das Fenster öffnen und schließen. Beim Einbau sollte auch hier darauf geachtet werden, dass sich das Fenster wiederum auf der Wind abgewannten Seite befinden. Somit wird vermieden, dass bei starkem Windstoss oder Sturm das Fenster heraus gerissen wird und das Treibhaus beschädigt.

Ist das Treibhaus fertig gestellt, die arbeiten können schon im Herbst oder Winter beginnen, kann schon Ende Februar Anfang März mit der ersten Bepflanzung (Salat, Radieschen und Blumen) schon begonnen werden. Sollte hier noch Frost auftreten, kann mit einer Friedhofskerze oder einem Teelichtofen entgegengewirkt werden. Hier ist auf einen entsprechenden Brandschutz zu achten. Die Kerze oder der Teelichtofen soltte immer in der Mitte des Treibhauses auf einer feuerfesten Unterlag stehen. Stroh oder andere brennbaren Materialien sollen in einem ausreichenden Abstand sein.

Der Boden sollte vor der ersten Bepflanzung noch entsprechend vorbereitet werden. Hier kann der Kompost aus dem Garten vom Vorjahr gute Dienste leisten. Auch ein Austausch der Erde sollte von Jahr zu jahr erfolgen, denn der Boden wird durch die Pflanzen kontinuierlich ausgelaugt. Ein Drittel der Erde sollte pro Jahr erneuert werden. Im Treibhaus kommt es durch die intensive Sonneneinstrahlung zu höheren Temperaturen als draußen.

Unser Tipp: Ein einfaches Thermometer aus dem Baumarkt kann hier sehr hilfreich sein und Aufschluss über die Temperaturen im Treihaus geben. Die Pflanzen immer außreichend mit Wasser versorgt werden. Dies kann durch eine automatische Bewässerungsanlage oder per Gießkanne erfolgen.

Wir wünschen ihnen viel Spaß mit Ihrem Treibhaus und eine gute und erfolgreiche Ernte.